Das schwarze Unheil

Familie Frindahl

Auf dem Weg nach Magnimar, einer Reise von mehreren Tagen, sahen die drei Reisenden eines Nachmittags eine Frau am Wegesrand liegen. Sie schien verletzt zu sein. Eifrig lief Fia zu ihr hin und fragte, was denn los sei. Die Frau, eine schöne Menschenfrau mit langen, hellbraunen Haaren antwortete ihr mit brüchiger Stimme: “Ich.. wurde überfallen. Mein Bruder. Sie haben meinen Bruder, bitte helft ihm.” Sie wies in Richtung Magnimar, den Weg hinunter. FIa nickte und die drei gingen weiter den Weg hinunter, als Seraphina plötzlich ein Rascheln hörte. “Ich traue dieser Frau nicht..”, flüsterte sie und zog ihre Sense. Plötzlich sprangen ein Dutzend bewaffnete Männer aus den Gebüschen und kreisten die drei ein. Zwischen den Reihen der Männer stand eine Frau. Die Frau, die eben noch am Wegesrand verletzt um Hilfe gebeten hat.
Sie riss sich die Kleider vom Leib und entblößte eine glänzende Rüstung darunter, zog eine Axt und fing an, laut zu sprechen: “Wie naiv doch diese Paladine immer sind.” Ihre Männer lachen. “Denken, sie müssten jedem Wesen auf dieser Erde helfen und nur Gutes..” sie stoppte, als ihr Blick das Wappen auf Fias Schwert traf. Sie erhob ihre Axt fordernd und drohte mit etwas verunsicherter Stimme: “Wo habt ihr das her?!”
Ruhig antwortete sie: “Es war ein Geschenk.”
Wyssal überlegte kurz und trat dann zwischen den Beinen von Seraphina und Fia hervor, steckte als Geste der Friedlichkeit ihren Dolch weg und fragte dann: “Mein Name ist Wyssal. Und Ihr seid Zulina Frindahl, nehme ich an.”
Entsetzt ließ die Frau ihre Axt fallen, wusste für einen Augenblick nicht, was sie sagen oder tun sollte. Wyssal fuhr also fort: “Euer Vater gab uns dies. Er wohnt anderthalb Tagesmärsche gen Norden, in Ravenmoor. Er sucht nach euch.” Zulina senkte den Kopf und sah auf den Boden. Dann gebot sie den Männern, die die drei immer noch eingekreist hatten, zu verschwinden und sagte den Dreien: “Ich bin euch zutiefst zu Dank verpflichtet. Ich werde das wieder gut machen!” Zulina wandte sich ab, ging schnell den Weg hinunter und sagte zu sich: “Wenn doch nur mein Brüderchen davon wüsste.”

Seraphina, Wyssal und Fia sahen sich kurz an, nickten dann und setzten ihren Weg Richtung Magnimar fort.

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